Zur Historie der Nieplitztaler Musikanten

Buchholz, das Dörfchen am Rande des Landkreises Potsdam – Mittelmark, welches derzeit ca. 400 Einwohner zählt, bildet die Heimat für 2 sehr gute Musikformationen. Zum einen das große Jugendblasorchester der FFw Buchholz und zum anderen die Volksmusikband Nieplitztaler Musikanten, die wir im folgenden kurz vorstellen wollen.
Vor ca. 20 Jahren sprach René Beschnitt, der heutige Chef der kleinen Band, 5 Orchesterkollegen an, um sie für seinen Traum von einer eigenen kleinen Kapelle zu begeistern. Gleich darauf wurde die mit zwei Trompeten (René Beschnitt und Ulf Siebach), einem Saxophon (Lutz Müller), einer Tuba (Mathias Liefeld) und dem Schlagzeug (Roland Excel) besetzte Band gegründet. Außerdem gab es einen Techniker (Dirk Müller), ein geeigneter Bandname wurde erst Jahre später gefunden.
Die Ergebnisse der gemeinsamen wöchentlichen Proben wurden anfänglich nur in kleinem Rahmen präsentiert, so wurden zu Geburtstagen Ständchen gespielt oder Fastnachtsumzüge musikalisch begleitet. Die ersten mit Gesang einstudierten Tanztitel konnten dann aus Anlass einer Hochzeit aufgeführt werden. Diesem Auftritt folgten weitere, wobei die Zuschauerzahlen und damit die Bekanntheit der Musikgruppe stetig anstiegen. 1993, als die ersten Erfolge zu verzeichnen waren, gesellte sich zu der Männertruppe eine Klarinettistin des Jugendblasorchesters (Nadine Schumann), die die „Nieplitztaler“ von nun an auf dem Keyboard unterstützen wollte, dazu. In dieser Besetzung war es nun auch möglich Titel der „Kastelruther Spatzen“ zu spielen. Es stellte sich heraus, dass diese Musikrichtung optimal zu uns passt. Neben diesen Titeln aus den Südtiroler Bergen stehen seither aber auch bekannte Heimatlieder aus dem Fläming, tschechische Blasmusik sowie Tanzmusik auf dem Programm. Der Terminkalender begann sich zu füllen. „Blas- und Volksmusik für jeden Anlass“ in einer Formation, wie wir sie bieten konnten, war in unserer Umgebung fast einmalig. Bis zum Ausscheiden des Schlagzeugers 1994 stammten alle Bandmitglieder aus Buchholz, dann aber nahmen wir einen ehemaligen Schlagzeuger des Spielmannzugs Treuenbrietzen (Dirk Böhme) in unsere Reihen auf, der seither auch die 2. Gesangsstimme übernommen hat. Auf zahlreichen Veranstaltungen, wie Frühschoppen, Geburtstags- Hochzeits-, Silberhochzeitsfeiern, Herbst- und Sommerfesten, Tanzabenden, Karneval- und Weihnachtsveranstaltungen usw. präsentieren wir unser Repertoire vom „Trompetenecho“ über „Annemarie“ und dem „Pfannenflicker“ bis hin zum „Schatten über´m Rosenhof“. Im Jahre 2001 gesellte sich ein aus Potsdam stammender Gitarist (Peter Illing), der schon zuvor bei verschiedenen Auftritten ausgeholfen hatte, zu den Stammmitgliedern und komplettierte die Besetzung. Nun waren auch Titel wie „Bye, bye love“ und „Shake hands“ spielbar.
Im gleichen Jahr fanden erstmalig die „Nieplitztaler Festtage“ statt. An einem Novemberwochenende führten wir an mehreren Tagen Veranstaltungen durch, in denen ein sehr abwechslungsreiches Programm mit Gästen aus der Region, aber auch Tanzgruppen aus Bayern und Tirol, zu sehen war. Der Erfolg dieser Festtage bestätigte uns in dem Glauben, daraus eine Tradition schaffen zu können. Auch in 2002 in dem Jahr, in dem der 1. Trompeter nach Schweden auswanderte und durch René Gericke ersetzt wurde, haben wir diese Veranstaltungen erfolgreich durchführen können. Im Jahr 2003 konzentrierten wir uns ganz speziell auf die Feier unseres 15 – jährigen Bestehens. Wir wollten diesen Anlass nicht mit einer kleinen Vereinsfeier abtun, sondern mit all unseren treuen Fans und Freunden der Blas- und Volksmusik in großem Rahmen öffentlich begehen. Die zünftige Jubiläumsfeier fand im August 2003 als Openair auf dem Sportplatz der Gemeinde Brachwitz, dem jetzigen Wohnort des Vereins-vorsitzenden René Beschnitt, statt. Wir konnten dazu über 800 Gäste aus nah und fern begrüßen. Der ORB berichtete in der Sendung „Brandenburg aktuell“ mit einem Fernsehbeitrag über unser Jubiläum. Beim ORB waren wir im Laufe der Zeit auch in den Sendungen „Landschleicher“ und „Landschleicherparade“ sowie im MDR in der Sendung „Alles Gute“ vertreten. Die erste CD der Nieplitztaler, mit dem Titel „Mein kleiner Freund“ erschien 2005. Auf ihr sind die ersten von Rene selbst geschriebenen Titel zu hören. Die Studioarbeit in Bergholz-Rehbrücke bedeutete für uns alle eine ganz neue Herausforderung. Unter der Anleitung von Produzent und Studioinhaber Aki Lehmann, bei dem die Aufnahmen stattfanden, konnten wir auch diesen Höhepunkt meistern. Der Erfolg der CD übertraf alle unsere Erwartungen und wir entschlossen uns 2006 im Februar erneut ins Studio zu gehen.
Hier entstand nun die zweite CD der Nieplitztaler Musikanten mit dem Titel „Es war das Abendrot in meiner Heimat“. Die CD besteht wieder aus Coverversionen und eigenen Titeln. Erstmals vorgestellt wurde die CD zu den Nieplitztaler Festtagen 2006, die in Klaistow stattfanden. 2006 ging auch, mit Hilfe von Marcel Wricke, die erste eigene Homepage der Nieplitztaler online.

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